Jetzt, da sich die Sonne von ihrer besten Seite zeigt und angenehme Temperaturen dazu einladen, viel Zeit im Freien zu verbringen, werden sportliche Aktivitäten in der Natur wieder beliebter. Dazu gehört neben dem klassischen Wandern und Bergsteigen, auch das Mountainbiken. Damit Du den Spaß daran voll auskosten kannst und Du Dich nicht verletzt, gilt es ein paar Vorkehrungen zu treffen. Wir haben Dir im Folgenden die besten Tipps für Anfänger zusammengestellt.

Training Lehrer Biker

Das richtige Bike

Vorweg sei gesagt: Lass Dich beim Kauf Deines ersten Mountainbikes ausgiebig beraten, damit Du möglichst lange Freude daran behältst.

Die Palette der Mountainbikes ist recht breit gefächert: von Race, Cross-Country und Marathon über Freeride und Tourer bis hin zu All-Mountain und Enduro. Für jede/n ist etwas dabei!

Race- und Cross-Country Bikes sind in erster Linie auf Schnelligkeit gebaut. Das bedeutet, dass der Fokus auf der Verwendung leichter Materialien liegt und nur das Nötigste darin verbaut ist. Die meisten sind daher sogenannte Hardtail-Bikes. Das heißt, dass nur das Vorderrad gefedert ist, der Hinterbau aber nicht.

Marathon-Bikes sind zwar ebenso auf Rennen ausgelegt, zählen im Normalfall allerdings trotzdem zu den Full-Suspension-Bikes, kurz Fullys. Ihr Hinterrad ist durch ein Federbein und/oder Dämpfer gefedert. Zudem befindet man sich beim Fahren in einer gestreckten, race-orientierten Sitzposition.

Freeride-Bikes hingegen sind relativ schwer und hauptsächlich für steile Abfahrten gebaut. Durch hohe Stabilität und eine gute Federung sorgen sie dafür, dass Du es sicher ins Tal schaffst. Steigungen sind mit diesem Bike jedoch eher mühsam.

Tourer gehören genauso wie All-Mountain- und Enduro-Bikes zu den Fullys. Während man beim Tourer noch eine bequeme, aber leicht gestreckte Haltung einnimmt, sitzt man bei den anderen beiden eher zentral. All-Mountain-Bikes sind die „Allrounder“ unter den Mountainbikes. Effizient gebaut macht das Fahren mit ihnen vor allem eins: Spaß! Will man in gröberes Terrain, ist ein Enduro-Bike anzuraten. Diese sind sowohl für Berg- als auch Talfahrten ideal.

Die passende Ausrüstung

Neben dem Bike braucht es allen voran eine gute Ausrüstung. Helm und Handschuhe haben dabei oberste Priorität. Immerhin kann der passende Helm bei einem Sturz über Leben und Tod entscheiden. Ob geschlossene Handschuhe oder welche mit freien Fingerspitzen, ist zum einen Geschmackssache, zum anderen abhängig von der geplanten Tour.

Was die Kleidung betrifft, empfiehlt es sich unter dem atmungsaktiven Shirt ein dünnes Funktionshemd anzuziehen, das die Haut trocken hält und so vor einer Auskühlung des Körpers schützt. Bei der Radhose ist darauf zu achten, dass sie über einen Gel- oder Schaumstoffeinsatz verfügt. Alternativ besteht die Möglichkeit eine dünne Radhose zu wählen, über die eine weitere, lange Hose gezogen wird.

Je nach Wetterbedingungen und Jahreszeit empfiehlt es sich eine Jacke mit Windstopper-Funktion mitzuführen. Diese lässt sich in einem Rucksack verstauen. In diesem sollte sich außerdem eine Pannenvorsorge, also ein kleines Werkzeugset inklusive Luftpumpe und Ersatzschlauch, sowie genügend Essen und Trinken befinden. Selbst wenn auf der Route eine Einkehr auf einer Alm oder im Gasthaus geplant ist, ist die Mitnahme von Müsliriegeln oder ähnlichen, energiegebenden Snacks ratsam.

Zusätzlich ist es wichtig, für den (Un-)Fall der Fälle versichert zu sein, so bleiben Dir hohe Krankenhauskosten erspart. Eine Unfallversicherung kannst Du einfach online abschließen.

Gruppe Biken Übungen

Die nötige Vorbereitung

Vor der ersten Tour sollte man den Körper etwas an die Anstrengung gewöhnen und die Kondition trainieren. Das perfekte Training bieten dabei Spinning-Kurse im Fitnessstudio. Die wechselnden Positionen und Widerstände helfen Dir den realen Wechsel von Steigung zu Ebene zu Talfahrt besser durchzuhalten.

Darüber hinaus legen wir Dir die Grundposition für Kurven- und Bergabfahrten nahe: Mit leicht gebeugten Knien stehst Du hierbei auf den Pedalen, Dein Körperschwerpunkt in der Mitte über der Kurbel und die Arme ebenfalls leicht geknickt. Auf diese Weise kannst Du im Notfall schnell reagieren.

Eine Übung, die sich einfach zuhause vor der Haustüre durchführen lässt, ist das Flaschen aufheben. Stelle hierfür eine Flasche auf den Boden und versuche diese anschließend im Vorbeifahren aufzuheben. Das stärkt deine Balance und gibt Dir ein sicheres Gefühl auf den zwei Rädern.

Hast Du bereits Freude an der Sportart gefunden und möchtest Dich auf schwierigere, längere Touren vorbereiten, gibt es Ein-Tages- sowie Wochenendkurse, die Dir die nötige Technik zeigen, individuell angepasst an Deine bisherige Erfahrung und Dein Können.

Die ultimative Checkliste

Bevor Du Dich auf dein Mountainbike und in die Berge begibst, hier noch ein paar Punkte, die Du keinesfalls vergessen solltest:

Bike-Check

Prüfe vor jeder Fahrt die Bremsen, die Schaltung und alle anderen Teile am Rad. Kontrolliere ebenso den Reifendruck. So steht einer sicheren Tour nichts mehr im Weg!

Der Weg ist das Ziel!

Starte langsam und teile Dir deine Energie gut ein. Plane außerdem genügend Pausen ein, um wieder neue Kraft zu tanken.

Iss und trink genug!

Unterzuckerung bedeutet verminderte Konzentration und somit eine höhere Wahrscheinlichkeit für Unfälle.

Genieße!

Vergiss auf keinen Fall, dass Du den Ausflug für Dich machst und nimm dir die Zeit, um die Aussicht und das Abenteuer in den Bergen zu genießen.